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blogpost: true
date: 06.11.2007
author: Tobias
location: Stuttgart
category: ThingOfTheWeek, Imported, 2007
tags: ThingOfTheWeek, imported, 2007
language: Deutsch
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# Heise: Werbeoffensive im Web 2.0

**Ich habe mich ja immer gefragt, wie man mit den ganzen Web2.0 das
große Geld verdienen kann, dass Firmen so viel dafür zahlen.**

Das System ist ganz einfach: Die Benutzer sind bei einer Web 2.0
Platform registriert und man kann dort ihre Interessen und Präferenzen
herausfiltern und weiterverkaufen. Auch an andere Websites, die dann
versuchen mit diesen Informationen Geld aus einem herauszuholen.

Durch Cookies und ähnliches kann die Web2.0 Platform ihre Benutzer dann
überall im Web identifizieren, wenn zum Beispiel die Russische Mafia
(oder ein online Shop) auf seiner Homepage ein unsichtbares Teilchen vom
Web 2.0 Provider lädt.

Das hat für tolle Vorteile: Die russische Mafia hat durch das Einbinden
dem Web2.0 Provider mitgeteilt, dass da jemand auf ihrer Seite surft und
sich wohl für russische Kriminalität interessiert. Und der Web2.0
Provider notiert sich das und meldet dann zurück, wer dieser jemand ist:

> Name: Horst Mustermann
>
> Nationalität: Italiener
>
> Wohnort: München
>
> Hobbys: Reisen, Sprachen, Musik, Tanz, Menschen
>
> Lieblingsbücher: Strukturen der Mafia, Organisiertes Verbrechen Band
> 5, Der Kettensägenmörder
>
> Lieblingsfilme: Solino, Lammbock
>
> Freundeskreis: Hauptsächlich andere Italiener
>
> Häufig besuchte andere Websites: Italienische Mafia (200 mal), Online
> Waffenshop(10 mal), Krasser Kleidungsshop (5 mal), Russische Mafia (1
> mal - neu)

Die russische Mafia fühlt sich nun bedroht: Ein Italiener, der sich für
Reisen und Sprachen interessiert, solche Bücher mag und so oft auf deren
Seite surft - ganz klar, italienische Mafia. Der muss weg. Also eben
noch beim Waffen Onlineshop angerufen: Er hat nichts bestellt und nur
nach Gasschusspistolen geschaut - kein Risiko. Und vom Krassen
Kleidungsshop erfährt man, dass er 5 paar grüne Jeans bestellt hat:
macht ihn einfach zu identifizieren. Nun noch schnell im Telefonbuch
nachschauen und dann good bye Horst.

[Link](http://www.heise.de/newsticker/meldung/98465)


 


