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blogpost: true
date: 1.1.2006
author: Tobias
location: Stuttgart
category: Politik, 2006, Imported
tags: politik, 2006, imported
language: Deutsch
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# GEZ

## Die Einzugszentrale

Die GEZ, die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland, wurde 1976
geschaffen um die Runkfunkgebühren für die öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten einzuziehen. In der
[Wikipedia](http://de.wikipedia.org/wiki/GEZ) werden die Aufgaben wie
folgt beschrieben:

-   Teilnehmerbetreuung


-   Abwicklung des Zahlungsverkehrs


-   Erlangung rückständiger Forderungen


-   Verpflichtung neuer Teilnehmer


-   Serviceleistungen für die Rundfunkanstalten


-   Gebührenplanung

Mit allen nicht-öffentlich-rechtlichen Radiosendern hat die GEZ nichts
zu tun, und die bekommen auch kein Geld. Zahlen muss man natürlich auch,
wenn man kein ARD/ZDF/SWR/BR/HR/NDR hört oder guckt - schließlich könnte
man ja.

## geschäftstüchtig

Gebührenpflichtig sind generell Fernseher oder Radiogeräte, die
funktionstüchtig sind oder mit Aufwand wieder funktionstüchtig gemacht
werden könnten. Die GEZ nennt das \"zum Empfang bereit halten\".

Dabei sind die Geräte zuerstmal am Wohnort gebührenpflichtig. Wenn man
sie mit
zur[Arbeit](http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenlexikon/index.html#1)
nimmt, sind sie dort nochmal gebührenpflichtig. Und wie mein Opa
feststellen musste verlangt die GEZ auch Gebühren für sein Kofferradio,
das er hin und wieder mit zu sich in den Garten nimmt. Und wenn man in
seiner
[Ferienwohnung](http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenlexikon/index.html#11)
oder
[Zweitwohnung](http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenlexikon/index.html#36)
ein Empfangsgerät hat kostet das auch nochmal die volle Gebühr. Genauso
in einem
[Wagen](http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenlexikon/index.html#22),
der auch geschäftlich genutzt wird.

Und tatsächlich zahlt man nicht einmal seine Gebühr für den Empfang und
gut ist - sondern zahlt für jeden Fall die volle Gebühr. Obwohl man ja
nur einmal gleichzeitig hören/gucken kann.

## geschäftstüchtiger

Aber um die GEZ wäre nicht die GEZ, wenn es nicht noch besser ginge. Ab
dem 1.1.2007 sind auch
[Internet-PC\'s](http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenlexikon/index.html#20)
gebührenpflichtig.

> Danach ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Internet-PCs zum
> Empfang von Rundfunksendungen geeignet sind

.. auch wenn man es nicht tut. Der Arbeitgeber wird einem was husten,
wenn man während der Arbeitszeit im Internet Radio hört.
Geschäftsnotebooks, die zB wg Bereitschaft mal zu Hause stehen muss man
an beiden Orten anmelden - man \"hält\" sie ja \"bereit\". Davon
abgesehen wäre/ist es hochgradig sinnlos Sender, die man auch mit dem
Radio empfangen kann mit Unterbrechungen, schlechter Qualität und
Auslastung des eigenen Internetanschlusses anzuhören. Das tun wohl
höchstens Leute im Ausland, die den Sender nicht empfangen - und die
brauchen nichtmal was dafür zu zahlen. Warum die öffentlich rechtlichen
ihr Programm im Internet übertragen, wo sie für jeden Zuhörer die
Bandbreite zahlen müssen ist mir schleierhaft. Trotzdem tun sie es und
wollen von allen Geld dafür.

Mit der gleichen Argumentation könnte man Telefone GEZ-Pflichtig machen,
indem man einen Schuppen voller Telefone kauft, die man anrufen kann und
die einem dann Radio vorspielen.

Kurzum: Keiner hat es verlangt, keiner nutzt es, aber alle müssen
zahlen.

JA, das ist Gesetz. Es haben wohl die wenigsten bemerkt, weil in den
Medien die wichtigen Meldungen zwischen all den aufgeblasenen Mücken
untergehen. Außerdem war die Einführung damals als das Gesetz
beschlossen wurde noch so weit weg, dass alle dachten sie betrifft das
nicht. \[quote\]Um die weitere Einführung neuer
Kommunikationstechnologien zu erleichtern, sollen für diese Geräte bis
zum 31. Dezember 2006 keine Gebühren erhoben werden.\[/quote\]
Strategisch geschickt gelöst.

## skrupellos

Datenschutz und Ethik sind zweitrangig, wenn es darum geht den
\"Kundenstamm\" zu erweitern. Schließlich sollen im Solidarstaat alle
zahlen - ob sie den Rundfunk wirklich nutzen oder nicht.

Daten von potentiellen \"Kunden\" bekommt die GEZ als staatliches
Unternehmen von den Einwohnermeldeämtern - bei Umzug Brief. Zusätzlich
dazu darf die GEZ seit dem 1.3.05 mit Adressen handeln. Von dem Geld,
was für die Radio- und Fernsehsender bestimmt ist [darf die GEZ Adressen
kaufen](http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E7D3D00BCC48F4988B7DBF6753653B98A~ATpl~Ecommon~Scontent.html).
zB von Fernsehzeitungsabonenten, aber auch die Daten, die man bei
Gewinnspielen oder für die Versandhauslieferung angibt. (hat da vll wer
einen Fernseher bestellt?). Und zu allem übel dürfte die GEZ laut
Gesetzeslage die
[Daten](http://www.lfd.niedersachsen.de/master/0,,C297766_N13201_L20_D0_I560,00.html)
auch wieder verkaufen - samt denen vom Einhohnermeldeamt.

Und weil alle Daten der Welt wohl noch nicht auszureichen scheinen,
werden auch noch Leute beschäftigt, die \"vor Ort recherchieren\".

## und knallhart.

Einen kleinen Eindruck bekommt man, wenn man den [FAQ des Unabhängigen
Landeszentrums für Datenschutz
Schleswig-Holstein](http://www.datenschutzzentrum.de/faq/gez.htm)
durchliest:

> \"Cash-Marketing\": Werbung und Anzeigen gegen \"Schwarzseher\", über
> 18 Mio direkte Anschreiben an gekaufte und geschenkte Adressen -
> Kinder, Leute die nur ein Radio angemeldet haben und Verstorbene.

> Anrufe von der GEZ: \"... wurde bei Haushaltsangehörigen telefonisch
> nachgefragt, die auf Mailingmaßnahmen schriftlich mitgeteilt hatten,
> keine eigenen Geräte zu haben.\"

> Probleme bei der Abmeldung: Wenn man sich abmeldet wird das zunächst
> nicht akzeptiert, sondern nachgefragt, was mit dem Gerät passiert
> ist - ob es wirklich weg ist, oder ob man evtl. in dem Nachbesitzer
> einen \"Neukunden\" verpflichten kann. Rechtlich gibt es keine
> Grundlage, diese Auskünfte einzuholen.

> Datenschutz: Die GEZ leistet sich eigene Datenschutzbeauftragte und
> ist dafür von allen anderen Datenschützern unabhängig. Wieviel die
> eigenen, abhängigen \"pro-forma-Datenschützer\" zu sagen haben sieht
> man ja.

Übrigens: Wer nichts anzumelden hat braucht auch keine Auskunft zu
geben - auch wenn die GEZ anderes suggeriert:

**FAQ des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz
Schleswig-Holstein: **

> Allerdings sehen sich viele Personen, die nicht auskunftspflichtig
> sind, doch zur Antwort genötigt, da die GEZ auch in diesen Fällen bei
> ausbleibender Antwort eine Eskalationsstrategie verfolgt. In wohl
> meist drei aufeinanderfolgende Schreiben werden immer bedrohlichere
> Formulierungen verwendet, die die Assoziation aufkommen lassen sollen,
> es würden demnächst hoheitliche Maßnahmen ergriffen. Mangels
> entsprechender Befugnisse kommt es dazu naheliegender Weise jedoch
> nicht.

.. trotzdem funktioniert die \"Bluffen und Einschüchtern\" Strategie
meistens.

**Wie man mit GEZ Fahndern umgeht**

> Die Fahnder sind nämlich nicht Angestellte der öffendlich-rechtlichen
> Rundfunkanstalten, sondern selbständige Kleinunternehmer - wie
> Zeitschriftendrücker eben. Dadurch sparen sich die Sender Urlaubsgeld
> und Sozialabgaben. Der WDR etwa zahlt dem Fahnder für jeden dank
> seiner Mitwirkung neu angemeldeten Fernseher rund 55 Mark, für ein
> Radio rund 25 Mark. Also bluffen und einschüchtern. Jeder Beauftragte,
> so Reimer, haben seine eigene Methode. Manche spielen sich auf, als
> wären sie Polizisten mit Durchsuchungsbefehl, andere erzählten eben
> das Märchen vom Peilwagen - wie der Gebührenfahnder, der Robert
> Schuster besuchte. In Wahrheit gibt es keine Peilwagen. Das heißt, es
> gibt sie schon, aber sie gehören nicht den Rundfunkanstalten, sondern
> der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Und die sucht
> damit nicht nach Schwarzsehern, sonder nach elektromagnetischen
> Störfeldern.

**Damit ist die Gebührengerechtigkeit dahin - wer sich auskennt zahlt
trotzdem nicht. Gerichtliche Durchsuchungen sind zu teuer und lohnen für
55DM(27Eur?) nicht.**

## Links zum Thema

[Wikipedia: GEZ](http://de.wikipedia.org/wiki/GEZ)

[FAQ des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz
Schleswig-Holstein](http://www.datenschutzzentrum.de/faq/gez.htm)

[Wie man mit Fahndern umgeht und keine GEZ-Gebühren
zahlt](http://www.drugster.com/anarcho/gez-gebuehren.htm)

[Gebührenlexikon der
GEZ](http://www.gez.de/door/gebuehren/gebuehrenlexikon/index.html)

[Telepolis: Kommt die Rundfunkgebühr für
E-Mail?](http://www.heise.de/tp/r4/artikel/18/18392/1.html)

[Heise:GEZ-Gebühr für Internet-PCs
kommt](http://www.heise.de/newsticker/meldung/51982)




